Koffer mit Organen

Nicht immer werden Spenderorgane auf Herz und Niere geprüft
Illustration: der Freitag, Material: Fotolia

Erschienen in der Wochenzeitschrift „Der Freitag“ am 24. August 2012

Organspende

Auch wenn nun abgewiegelt wird: Der Göttinger Skandal legt die Schwäche des Gesamtsystems offen, vor der die Politik die Augen verschließt.

Manipulationen und Tricksereien gab es in der Transplantationsmedizin schon immer. Neu ist allerdings, dass ein Transplantationschirurg deshalb angeklagt wurde. Allerdings mit einem ernüchternden Ergebnis. Anfang Mai wurde der Transplanteur vom Landgericht Göttingen freigesprochen, obwohl er in zahlreichen Fällen nachweisbar Krankenakten gefälscht hatte oder fälschen ließ.

Schon vor der Verabschiedung des neuen Transplantationsgesetzes 2013 waren Manipulationen und Durchstechereien in der Transplantationsmedizin keine Seltenheit. Die Ärzte fühlten sich sicher, wenn etwas herauskam, passierte nichts. Die Staatsanwaltschaften stellten die Fälle allesamt ein- trotz eklatanter Richtlinienverstöße.

Meine bisherigen Publikationen speziell zu diesem Thema:

  • „Die Legende vom Einzelfall“ , Wochenzeitung Der Freitag, 2012
  • „Die Geschichte einer tödlichen Lebertransplantation“, ARD-Magazin Monitor 2004
  • „Riskante Spende“ Manipulationen bei Leberlebendspenden, BR-Dokumentation von 2003
Silvia Matthies

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Siehe hierzu auch:

Die Geschichte einer tödlichen Lebertransplantation
Autorin: Silvia Matthies
ARD, Monitor, 04. März 2004, 21.45 Uhr, Magazinbeitrag