Das Recht zu töten
Die Folgen der Euthanasiediskussion
Autorin: Silvia Matthies
ARD, Februar 1997, 23.00 Uhr, 45 Min

Publizistikpreis der SmithKline Beecham Stiftung 1998
IPPNW Medizinpreis „Medizin und Gewissen“ 2001


KRITIKEN
ARD-Programmbeirat

Protokoll über die 406. Sitzung des ARD-Programmbeirats DFS(25./26. Februar 1997, Berlin)

Das Recht zu töten
(BR, Do., 13.2. 1997, 23.00)

Die Folgen der neuen Euthanasie-Diskussion

Film von Silvia Matthies

Zunächst wird die Darstellung des Problems von Patienten im Wachkoma und der Fälle, wo Patienten wieder aufgewacht sind, als sehr eindrücklich und gut bezeichnet. Wohltuend sei das erkennbare Bemühen der Autorin gewesen, Argumente gegen ein zu schnelles Abschalten der lebenserhaltenden Geräte bei Patienten im Wachkoma vorzustellen. Dazu sei dann auch eine Reihe von Fachleuten gefragt worden und die Antworten sehr nachdenkenswert gewesen.

Gefehlt habe jedoch – und da ist man sich im Beirat einig- ein Experte, der auch die Gegenseite beleuchtet hätte. Um der Vollständigkeit und um der Bedeutung des Problems willen, sei das Fehlen von Befürwortern ein großer Mangel in der Sendung gewesen. Hier habe man sich mehr Reflexion gewünscht. Möglicherweise, so wird von einem Mitglied gemutmaßt, hätten sich Befürworter nicht vor die Kamera gewagt.

Trotzdem sei der Beitrag- auch in seiner Einseitigkeit- sehr distanziert gewesen und habe deutlich werden lassen, dass hier noch keine Lösung gefunden sei.

Filmtechnisch und dramaturgisch wird die Wirkung des Schlussbilds, eines abfahrenden Zuges, als außerordentlich eindrucksvoll und geradezu faszinierend bezeichnet.

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